
Die Daten aus der Grundlagenforschung legen nahe, dass tumorchirurgische Operationen mit einer erhöhten Anfälligkeit für Tumordisseminierung und Metastasierung verbunden sind. Relevant dafür könnte neben der perioperativen Stressreaktion auch die Auswahl der perioperativ angewandten Medikamente oder der Einsatz bestimmter Anästhesietechniken und Anästhetika sein.
Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine häufige Ursache von Schlafstörungen und kann eine enorme Auswirkung auf die Lebensqualität und das psychische Befinden haben. Die Ursachen sind bislang nicht vollständig geklärt. Das dopaminerge System, der Eisenstoffwechsel und das opioiderge System scheinen eine wesentliche Rolle zu spielen.
Die übermäßige und unkritische Anwendung von Antibiotika ist eine wichtige Ursache für die zunehmenden Resistenz‑ probleme. Multiresistente grampositive und gramnegative Erreger erschweren insbesondere auf Intensivstationen die Behandlung von Infektionen.
Die Publikation des neuen Kerndatensatzes Anästhesie erfolgte im Mai 2010 in A&I. Aufgrund kleinerer Fehler in der Publikation bzw. in der Formulierung des Datensatzes haben sich notwendige Korrekturen ergeben, die die Arbeitsgruppe „Kerndatensatz 3“ aufgegriffen hat.
Für das Auftreten eines Herzstillstands während einer Spinalanästhesie (SpA) wird das Ungleichgewicht zwischen sympathischer und parasympathischer Aktivität angenommen. Tritt während einer rückenmarksnahen Leitungsanästhesie mit ausgedehnter Sympathikolyse eine akute Bradykardie/Asystolie mit Hypotension auf, ist die sofortige Epinephrin-(Adrenalin)-Gabe das Mittel der Wahl.